Mutter und Kind
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Tipps für Essenszeiten Ihres Kleinkindes

Ihr kleiner Sprössling könnte gerade in einer schwierigen Phase stecken. Machen Sie sich keine Sorgen, dies ist normal und sollte sich wieder legen. Wir haben einige Strategien zusammengestellt, mit denen Sie Mahlzeiten ganz ohne Stress gestalten können.

Was man bei Mahlzeiten für Kleinkinder tun und lassen sollte

ERLAUBT

  • Essen Sie so oft wie möglich gemeinsam mit Ihrem Kind. Kleinkinder lernen durch Nachahmen der Eltern und anderer Kinder.
  • Führen Sie ein Tagebuch über die Mahlzeiten und die gegessenen Mengen Ihres Kindes. So machen Sie sich keine unnötigen Sorgen, ob Ihr Kind zu wenig gegessen hat.
  • Entspannen Sie sich, und akzeptieren Sie das Essverhalten Ihres Kindes. Es wird sich legen.
  • Bieten Sie bei jeder Mahlzeit etwas an, das Ihr Kind gerne isst.
  • Entwickeln Sie eine Tagesroutine mit drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten am Tag. Orientieren Sie sich dabei am Schlafrhythmus Ihres Kindes. Kleinkinder essen nicht gut, wenn sie zu hungrig oder müde sind.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht zu viel Milch trinkt. Vermeiden Sie große Flaschen Milch, und reichen Sie nicht mehr als 3 kleine Tassen mit je 100 ml am Tag.
  • Sorgen Sie für zwei Gänge pro Mahlzeit: einen herzhaften Gang gefolgt von einem süßen Nachtisch. Auf diese Weise geben Sie Ihrem Kleinkind zwei Gelegenheiten, die benötigten Kalorien und Nährstoffe aufzunehmen, und sorgen gleichzeitig für Abwechslung.
  • Machen Sie positive Bemerkungen über das Essen. Wenn Sie das Essen positiv hervorheben, wird das Kleinkind eher probieren, denn Eltern und Betreuer sind wichtige Vorbilder.
  • Servieren Sie so oft wie möglich Fingerfood. Kleinkinder mögen es, selbst die Kontrolle über die Mahlzeit zu haben.
  • Essen Sie in einer ruhigen Umgebung ohne Ablenkung durch Fernseher, Spiele und Spielzeug. Kleinkinder können sich meist nur auf eine einzelne Sache gleichzeitig konzentrieren.
  • Beenden Sie die Mahlzeit innerhalb von 20 bis 30 Minuten, und akzeptieren Sie, dass Ihr Kind nach Ablauf dieser Zeit nichts mehr essen wird. Ein Hinauszögern der Mahlzeit wird nicht helfen. Sie sollten besser bis zur nächsten Mahlzeit warten und eine nahrhafte Mahlzeit zubereiten.
  • Loben Sie Ihr Kind, wenn es gut isst, und räumen Sie ungegessenes Essen kommentarlos weg.

NICHT ERLAUBT

  • Erfallen Sie nicht in Panik, wenn Ihr Kind ein bestimmtes Lebensmittel nicht mehr isst. Dies dauert in der Regel nicht an.
  • Bestehen Sie nicht darauf, dass Ihr Kind den Teller leer isst. Kleinkinder sollten so viel essen dürfen, wie sie möchten.
  • Sie können erkennen, dass ein Kleinkind satt ist, wenn es "Nein" sagt oder den Löffel oder Teller wegschiebt.
  • Ihr Kind behält möglicherweise Nahrung im Mund und möchte nicht schlucken oder spuckt Mahlzeiten wiederholt aus. Wenn Ihr Kind beim Füttern weint, schreit, ruft oder würgt, sollten Sie die Mahlzeit beenden.
  • Bezeichnen Sie das Essverhalten Ihres Kindes nicht als wählerisch. Es versteht Sie und wird sich möglicherweise bei den zukünftigen Mahlzeiten unwohl fühlen.
  • Nehmen Sie das zurückgewiesene Essen nicht weg, um eine völlig andere Mahlzeit stattdessen hinzustellen. Auf lange Sicht ist es besser, Mahlzeiten mit der Familie einzunehmen und zu akzeptieren, dass Ihr Kind bestimmte Nahrung bevorzugt.
  • Bieten Sie den Nachtisch als Belohnung an. Dadurch machen Sie den Nachtisch begehrenswerter.
  • Vermeiden Sie große Mengen Milch oder Fruchtsaft innerhalb von einer Stunde vor der Mahlzeit. Geben Sie stattdessen Wasser zu trinken.
  • Geben Sie keine Snacks vor einer Mahlzeit. Sie sorgen dafür, dass das Hungergefühl verschwindet und Ihr Kind bei der Mahlzeit keinen Hunger hat.
  • Reichen Sie keine Snacks kurz nach der Mahlzeit, wenn das Kind nicht gut gegessen hat. Es ist besser, einen festen Rhythmus für Mahlzeiten einzuhalten und bis zur nächsten Haupt- oder Zwischenmahlzeit zu warten.
  • Glauben Sie nicht, dass das Kind ein einmal zurückgewiesenes Gericht nie mehr essen möchte. Der Geschmack verändert sich mit der Zeit. Oft muss Kleinkindern ein Gericht bis zu 10 Mal vorgesetzt werden, bis sie sich sicher genug fühlen, es auch zu probieren.
  • Fühlen Sie sich nicht schuldig, wenn Ihr Kind eine Mahlzeit nicht akzeptiert hat. Sehen Sie es als Erfahrung, und denken Sie positiv an die nächste Mahlzeit (auch Eltern lernen durch Fehler).
  • Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Kind unterwegs nicht gut isst. Neue Umgebungen können zu sehr ablenken, sodass das Essen nicht mehr interessant ist.

Essverhalten von ein- bis zweijährigen Kleinkindern

Irgendwann im zweiten Lebensjahr werden Kleinkinder beim Essen deutlich wählerischer und treten bestimmter auf. Ihr Kleinkind könnte:

  • Weniger essen als erwartet
  • Neue Gerichte nicht probieren wollen
  • Bestimmte Gerichte (auch bekannte) zurückweisen

Neophobie

Dies ist eine normale Entwicklungsphase bei Kleinkindern. Sie nennt sich Neophobie gegenüber Nahrungsmitteln – Neophobie bedeutet die Angst vor Neuem.

Diese Phase entwickelt sich, kurz nachdem das Kleinkind zu laufen beginnt und seine Umgebung allein erkunden kann. Die Angst vor neuen Nahrungsmitteln ist wahrscheinlich ein Überlebensinstinkt, der junge Kleinkinder daran hindert, sich selbst zu schaden, indem sie alles essen. Wenn sie beispielsweise eine schmackhaft wirkende Beere probieren würden, könnten sie sich vergiften.

Bei Einsetzen der neophoben Phase könnte Ihr Kind sich weigern, neue, ihm unbekannte Gerichte zu probieren. Es bedarf einiger Zeit, bis Ihr Kind neue Gerichte mag und akzeptiert, wie es als Baby der Fall war:

  • Ihr Kind muss möglicherweise erst mehrmals beobachten, wie andere ein ihm unbekanntes Gericht essen, bevor es das Gericht selbst probiert.
  • Es kann länger dauern, bis das Kind ein bestimmtes Lebensmittel mag. Bieten Sie also bei jeder Mahlzeit, in der das Lebensmittel enthalten ist, etwas zum Probieren an.

Warum Ihr Kleinkind bestimmte Gerichte zurückweisen könnte

Anderes Aussehen

  • Das Gericht könnte ein wenig vom bekannten Gericht abweichen, z. B. ein zerbrochener Keks anstelle eines ganzen Kekses, ein kleiner Makel auf einem Apfel. Aufgrund der Abweichung vom Bekannten könnte Ihr Kind die Nahrung verweigern.

Vorlieben und Abneigungen

  • Ihr Kind mag den Geschmack u. U. nicht.
  • Das Gericht könnte mit einem Nahrungsmittel in Kontakt gekommen sein, das Ihr Kind nicht mag.
  • Das Lebensmittel befindet sich möglicherweise auf dem gleichen Teller wie ein anderes Lebensmittel, das das Kind nicht mag.

Alle Angaben in diesen Artikeln sind nur als allgemeine Informationen zu verstehen und ersetzen keinesfalls eine ärztliche Beratung. Wenn Sie oder Ihre Familienmitglieder an ernsten oder lang anhaltenden Symptomen oder Krankheiten leiden oder Sie medizinische Beratung benötigen, wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Philips AVENT kann nicht für Schäden verantwortlich gemacht werden, die aus der Verwendung der auf dieser Website enthaltenen Informationen entstehen.

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