Grenzenlos

Digitalisierung beginnt im Kopf

Digitalisierung beginnt im Kopf

Strategie, Reflexion und gemeinsames Gestalten: Ecky Oesterhoff über den Kompass für eine nachhaltige Transformation

Lassen Sie uns über Lösungen für eine zukunfts­sichere Gesund­heits­ver­sorgung sprechen.

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„Digitalisierung ist eine Daueraufgabe – Work in Progress, Ende unbekannt. Dafür braucht es ein neues Denken, das die gesamte Organisation von der Führungsebene bis zur Basis durchdringt.“

Ecky Osterhoff
Ecky Oesterhoff
Strategic Digital Solution Leader,
Philips GmbH Market DACH

Digitalisierung beginnt im Kopf

„Der Weg ist das Ziel.“ So überstrapaziert der Spruch auch sein mag, trifft er doch genau das Wesen der Digitalisierung. Denn bei einer Transformation dieser Grössenordnung geht es nicht darum, an einem bestimmten Punkt anzukommen. Vielmehr handelt es sich um eine Daueraufgabe – Work in Progress, Ende unbekannt. Dafür braucht es ein neues Denken, das die gesamte Organisation von der Führungsebene bis zur Basis durchdringt. Dass die IT-Abteilung die Entwicklung eines solchen kollektiven digitalen Mindsets kaum leisten kann, versteht sich von selbst. Die Verantwortung muss beim Management liegen. Das gilt auch und vor allem für Projekte im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG).

Die Strategie macht den Unterschied

 

Das KHZG bietet eine Riesenchance, setzt die deutschen Krankenhäuser aber gleichzeitig enorm unter Druck. Begriffe wie „Turbo“ oder „Überholspur“, die oft in einem Atemzug mit dem Investitionsprogramm fallen, spiegeln das hohe Tempo. Trotzdem dürfen strategische Überlegungen nicht auf der Strecke bleiben, zumal die Richtlinie ausdrücklich eine nachhaltige Implementierung der Massnahmen fordert. Die angestrebten Verbesserungen der Versorgungsqualität, der Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeitendenzufriedenheit sollen langfristig wirken.

 

Dazu bedient sich der Gesetzgeber des Prinzips Zuckerbrot und Peitsche: Jetzt winkt ein Milliardenpaket für das digitale Update; umgekehrt drohen ab 2025 Kürzungen von bis zu 2 % der DRG-Erlöse, wenn nicht sämtliche der in § 19 KHSFV Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 bis 6 genannten digitalen Dienste bereitstehen. Hinzu kommt, dass Digitalisierungsprojekte neben den einmaligen Investitionskosten auch laufende Kosten, z. B. für Lizenzen, Releasewechsel, Services und Support, verursachen, die die Krankenhäuser nach Ende der Projektlaufzeit allein stemmen müssen. Es lohnt sich also, strategisch an der Digitalisierung zu arbeiten, anstatt wild möglichst viel IT anzuschaffen, nur weil sie gerade gefördert wird.

Am besten individuell und gemeinsam

 

Kein Krankenhaus ist wie das andere. Die im Februar 2022 veröffentlichen ersten Ergebnisse des DigitalRadar Krankenhaus zeigen, wie unterschiedlich weit die deutschen Krankenhäuser in Sachen Reifegrad sind. Die Werte liegen zwischen 3,27 und 63,87 von maximal 100 möglichen Punkten. Entsprechend lautet die Aufgabenstellung an das Management, je nach Absprungbasis eine individuelle digitale Roadmap für das eigene Haus zu entwickeln und diese fest in der Unternehmensstrategie zu verankern – wie die Digitalisierung selbst eine unendliche Geschichte, die kontinuierlicher Reflexion bedarf. Doch selbst die ausgeklügeltste Strategie garantiert keine erfolgreiche Transformation.


Schätzungen gehen davon aus, dass rund zwei Drittel aller Change-Projekte scheitern. Zu den Hauptgründen hierfür zählt die mangelnde Partizipation der Mitarbeitenden. Von ihrer Akzeptanz und Motivation hängt es am Ende ab, ob Veränderungsprozesse gelingen oder nicht. Krankenhäuser, die das verstanden haben, schaffen eine Kultur des kontinuierlichen Lernens und Räume, in denen alle Beteiligten Digitalisierung gemeinsam aktiv gestalten. Sie wissen um die hohe Bedeutung von Selbstwirksamkeit als Ressource und ermutigen die Mitarbeitenden, Herausforderungen anzunehmen. Je grösser das Vertrauen, mit den neuen Anforderungen Schritt halten zu können, desto höher ist auch die Veränderungsbereitschaft.

„Patientinnen und Patienten erwarten in der medizinischen Versorgung die gleiche digitale Selbstverständlichkeit, die sie aus allen anderen Lebensbereichen gewohnt sind“

Ecky Oesterhoff

Strategic Digital Solution Leader, Philips GmbH Market DACH

Silos überwinden, Versorgungskontinuität stärken

 

Werfen wir noch einmal einen Blick in den DigitalRadar Krankenhaus. Er bestätigt, was die Branche schon lange weiss: Die deutschen Krankenhäuser hinken vor allem bei der Interoperabilität hinterher. Das KHZG will Schluss mit der Abschottung machen. Vorhaben sind nur förderfähig, wenn beim Datenaustausch die internationalen Standards zur Herstellung einer durchgehenden internen und externen Interoperabilität verwendet werden. Ziel ist es, Medienbrüche im Sinne der Patientensicherheit sektorenübergreifend zu vermeiden. Philips stellt eine ganze Reihe von Lösungen für mehr Interoperabilität zur Verfügung. Durch die Akquisition von Forcare, VitalHealth und Capsule Technologies haben wir systematisch ein Portfolio aufgebaut, das Krankenhäuser bei der Vernetzung mit den vor- und nachgelagerten Leistungserbringenden unterstützt.

Baustelle Patientenpartizipation

 

Vernetzung heisst auch das Stichwort für die Teilhabe der Patientinnen und Patienten. Diese erwarten in der medizinischen Versorgung die gleiche digitale Selbstverständlichkeit, die sie aus allen anderen Lebensbereichen gewohnt sind. Doch der DigitalRadar Krankenhaus liefert ein ernüchterndes Bild. Die deutschen Krankenhäuser erreichen bei der Patientenpartizipation durchschnittlich gerade einmal 5 Punkte. Patientinnen und Patienten als mündige Mitgestaltende ihrer eigenen Journey? Fehlanzeige. Zumindest noch, denn die Krankenhäuser haben den grossen Nachholbedarf erkannt und laut Bundesamt für Soziale Sicherung 1.130 Anträge für den Fördertatbestand Patientenportale gestellt. Die Online-Plattformen unterstützen die Leistungsempfangenden vom Onboarding bis hin zur Überleitung in die Anschlussversorgung. Gleichzeitig können sie die Mitarbeitenden entlasten und die administrativen Prozesse beschleunigen. Philips misst dem Thema besondere Bedeutung bei, insofern unser Patientenportal Engage die erste Lösung ist, die wir auf der cloudbasierten HealthSuite Platform anbieten.

Wolkig mit Aussicht auf eine grosse Zukunft

 

Spätestens seit der Pandemie ist der Siegeszug der Cloud nicht mehr aufzuhalten. 82 % der für den Cloud-Monitor 2021 befragten Unternehmen sind bereits in der Cloud; nur 3 % ignorieren die Schlüsseltechnologie. Philips hat eine cloudbasierte Plattform speziell für Anwendungen im Gesundheitswesen entwickelt. Auf der HealthSuite werden wir zukünftig eine wachsende Anzahl klinischer Applikationen im Software as a Service (SaaS)-Modell verfügbar machen. Die Dezentralität eröffnet Krankenhäusern beachtliche Potenziale zur Senkung des Aufwands und der Kosten. Davon profitiert auch die Umwelt. Durch einen Wechsel zum Cloud Computing können Unternehmen nämlich bis zu 80 % Strom im Vergleich zur selbstständig betriebenen lokalen Infrastruktur sparen, so der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. Aus technischer Perspektive überzeugen vor allem der geräte-, zeit- und ortsunabhängige Zugriff sowie die bedarfsgerechte Skalierbarkeit von Leistung und Kapazität. Keine Frage also: Die Zukunft gehört der Cloud.

Krankenhaus­zukunftsgesetz (KHZG)

KHZG
Erfahren Sie mehr zu den förderungs­fähigen Vorhaben des KHZG und wie Philips Sie bei der Identifizierung von relevanten Handlungsfeldern unterstützen kann.

Interoperabilität

Interoperabilität
Philips kann Ihnen dabei helfen, die Interoperabilität Ihrer IT-Systeme zu verbessern, um eine abteilungs- und sektorenübergreifende Versorgung zu unterstützen.
Patientenportal Engage
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Das modulare Patientenportal erleichtert die Vernetzung zwischen Krankenhaus, Patientinnen und Patienten,  Zuweisenden und Nachbehandelnden.
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