DE
FR
Nachrichten

11. September 2018

Höhere Produktivität bei heliumfreiem Betrieb: Philips präsentiert MR-System Ingenia Ambition X 1.5T

Zürich - Royal Philips hat das weltweit erste MRI-System entwickelt, das beim Betrieb ohne Helium auskommt - den 1,5-Tesla-Scanner Ingenia Ambition 1,5T X. Betreiber eines MRI sind damit unabhängig vom knappen Rohstoff Helium und das bildgebende Verfahren ist sicherer und effizienter. Das neue MRI-System wurde kürzlich erfolgreich im Medizinischen Diagnose Zentrum in Uster (MDZ) installiert und ist nun im täglichen Einsatz.

 

«Unser Team ist vollkommen begeistert von den neuen diagnostischen Möglichkeiten für unsere Patienten. Wir können schlankere Untersuchungsabläufe anbieten und sind damit nicht nur schneller, sondern liefern auch bessere Bilder, dank der neuen kamerabasierten Bewegungskorrektur und Compressed SENSE», so Dr. Christoph Juli FRCR, Leitender Arzt Radiologie in Uster.

Wegweisende Technologie beendet Abhängigkeit vom Rohstoff Helium

Für die Bildgebung benötigt ein MRI einen sehr starken Magneten. Damit die starken Magnetspulen verlustfrei Strom leiten, müssen sie bis knapp über den absoluten Nullpunkt gekühlt werden. Dieser Kühlvorgang wird mit Hilfe des geruchsneutralen Gases Helium erreicht. Konventionelle MRI-Systeme verbrauchen dadurch einen grossen Teil von dem weltweit verfügbaren Helium. Von dieser Abhängigkeit löst sich das neue MRI von Philips, da es über einen komplett versiegelten BlueSeal-Magneten verfügt, der lediglich sieben Liter Helium entgegen der herkömmlichen 1'500 Liter benötigt, um das System zu kühlen. Diese neue Technologie ist wegweisend, weil Betreiber dadurch nicht mehr von dem knappen Rohstoff Helium abhängig sind, sondern nachhaltig und ressourcenschonend und damit zukunftsorientiert handeln können.

Sicherheit und Kostenersparnis durch neues MRI

Dank der geringen Menge an benötigtem Helium besteht keine Gefahr mehr, dass im MRI bei einer Störung ein Überdruck entsteht und Helium abgelassen werden muss, um das Magnetfeld sehr rasch herunter fahren zu können. Daher ist auch kein Quenchrohr für eine Zwangsentlüftung im Notfall mehr nötig. Dies erhöht nicht nur die Sicherheit für die Patienten, sondern führt auch zu deutlich tieferen Installationskosten im Vergleich zu bisherigen Systemen. Der Magnet ist zudem durch das gezieltere Kühlungssystem mit einem Gewicht von etwa zwei Tonnen rund eine Tonne leichter als die herkömmlichen 1,5-Tesla-Systeme und erleichtert so den flexiblen Einsatz auch auf höheren Stockwerken. Das bietet Spitälern die Möglichkeit, das System an zentralerer Stelle im Spital zu installieren, um so Patientinnen und Patienten längere Transportwege bis ins Kellergeschoss zu ersparen. Markus Scheidegger, MR Clinical Specialist bei Philips: „Mit der Entwicklung dieses neuen MRI-Systems haben wir die diagnostische Bildgebung essenziell weiterentwickelt. Wir sind überzeugt, dass diese neue Technologie die herkömmlichen MRI-Systeme in den nächsten zehn Jahren ablösen wird.“

 

Das neueste MRI in Uster bietet zusätzlich mit den so genannten Compressed SENSE-Sequenzen eine neue Akquisitionsmethode, welche dank spezieller iterativer Rekonstruktion sowohl 2D- wie auch 3D-Untersuchungen um bis zu 50% reduziert ohne Einbussen bei der Bildqualität oder der -auflösung. Mit dieser bahnbrechenden Technik wird nicht nur die einzelne Sequenz, sondern die komplette Untersuchung beschleunigt – ein wesentlicher Aspekt für den Patientenkomfort.

 

Die Installation im MDZ-Uster ist mit einer InBore-Videolösung ausgerüstet, die den Patientenkomfort massgeblich erhöht und dafür sorgt, dass sich der Patient entspannen kann. Bei Patienten mit Platzangst werden damit Komplikationen bei der Untersuchung vorgebeugt und die Qualität der Untersuchung verbessert.

Das erste weltweite MRI-System, das beim Betrieb ohne Helium auskommt

Das weltweit erste MRI mit einer vollständig geschlossenen heliumfreien Architektur wurde kürzlich im neu eröffneten Medizinischen Diagnose Zentrum (MDZ) in Uster installiert. Die Nachfrage nach hochstehender Diagnostik steigt und die Industrie ist angehalten, Ärzte mit klugen Lösungen zu unterstützen, die Diagnosen erleichtern und verbessern sowie dabei helfen,  Ressourcen und Kosten einzusparen. Philips hat mit der Entwicklung dieses Systems einen Beitrag dazu geleistet.

Patienten und Fachpersonal im Fokus

Das neue System verfügt über die neuesten Aufnahme-Sequenzen, die zum Beispiel eine MRI Knie-Untersuchung um bis zu 40 Prozent verkürzen. Die neuen Bildgebungstechnologien eröffnen völlig neue Möglichkeiten für die 3D-Bildgebeungvon Gelenken. Insbesondere die Darstellung des Schädels und des Gehirns ist deutlich verbessert worden. Der Scanner verfügt ausserdem über eine bisher von anderen Herstellern nicht vorzuweisende kamerabasierte Bewegungskorrektur. Damit lassen sich beispielsweise Bildartefakte durch Augenbewegungen fast vollständig ausschalten.

 

Das neuartige Kommunikationssystem des neuen MRI mit integriertem Bildschirm informiert Patienten während der Untersuchung über den Fortgang. Zudem wird mit Hilfe von speziellen Beleuchtungseffekten der Patientenkomfort zusätzlich erhöht. Im Vergleich zu anderen Systemen ist die Scanner-Öffnung mit einem Durchmesser von 70 Zentimetern deutlich breiter und für Patienten entsteht nicht der Eindruck, dass sie sich innerhalb eines Untersuchungstunnels befinden.

 

Dr. Christoph Juli FRCR, Leitender Arzt Radiologie in Uster: «All diese Neuerungen ermöglichen es unserem Team, den Patienten nicht nur eine schnellere und genauere Diagnostik, sondern vor allem auch mehr Komfort während der Untersuchung zu bieten. Dank des MRIs von Philips, das beim Betrieb ohne Helium auskommt, erhalten wir in kürzerer Zeit bessere Bilder für unsere Patienten.»

* Die Magnetresonanztomographie (MRI) ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem durch einen starken Magneten genaue Bilder von Organen und des Bewegungsapparates erstellt werden können. Dieses Verfahren kommt ohne Röntgenstrahlen aus und wird insbesondere für die Früherkennung von Krebs und Untersuchungen des Rückens sowie des Hirns eingesetzt.

Über Royal Philips

Royal Philips (NYSE: PHG, AEX: PHIA) ist ein führender Anbieter im Bereich der Gesundheitstechnologie. Ziel des Unternehmens mit Hauptsitz in den Niederlanden ist es, die Gesundheit der Menschen zu verbessern und sie mit entsprechenden Produkten und Lösungen in allen Phasen des Gesundheitskontinuums zu begleiten: während des gesunden Lebens, aber auch in der Prävention, Diagnostik, Therapie sowie der häuslichen Pflege. Die Entwicklungsgrundlagen dieser integrierten Lösungen sind fortschrittliche Technologien sowie ein tiefgreifendes Verständnis für die Bedürfnisse von medizinischem Fachpersonal und Konsumenten. Das Unternehmen ist führend in diagnostischer Bildgebung, bildgestützter Therapie, Patientenmonitoring und Gesundheits-IT sowie bei Gesundheitsprodukten für Verbraucher und in der häuslichen Pflege. Philips beschäftigt etwa 75.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern und erzielte in 2017 einen Umsatz von 17,8 Milliarden Euro. Mehr über Philips im Internet: www.philips.ch 

Weitere InformationenWeniger lesen

Themen

Kontaktdaten

Suzy Chisholm

Suzy Chisholm

Head of Brand, Communications & Digital

Tel.: +41 (0)79 238 7446

Medienmaterial

Philips Ingenia Ambition X 1.5T - body exam

Philips Ingenia Ambition X 1.5T - BlueSeal magnet technology

Philips Ingenia Ambition X 1.5T - product detail

Philips MRT VitalEye

Philips Ingenia Ambition X 1.5T - cardiac exam operator behind console screen